Montag, 11. September 2006

Wellenreiten

Es war einer dieser Tage die man als wechselhaft bezeichnen könnte. Die Wellen überboten sich selbst was Größe, Lautstärke und Gischt anging. Der Wind pfiff von Südwest mit lockeren 6 Windstärken. Genau das richtige Wetter um eine Übung durchzuführen.
Das Kajak wurde aus dem Bootsschuppen hervorgeholt, eine letzte Lagebesprechung und dann ging es vor dem Frühstück ab in die kalten Fluten der Nordsee. Den Kampf gegen die Brandung gewannen wir und auch das anpaddeln gegen die inzwischen 3 Meter hohen Wellen. Bis zur Boje war es ein ganz schönes Stück und dort angekommen war eine Verschnaufpause kaum möglich, da sich die Wellenberge ständig vor uns auftürmten. Der Rückweg wurde problematischer. Die Wellen im Rücken, das Kajak fast unkontrollierbar als Spielball des Meeres. Mit vereinten Kräften paddelten wir zurück zum Ufer und gönnten uns anschließend einen heißen Tee.

Von vermissten Geldbörsen

Da kam doch eines Tages ein Herr mit zwei Kindern und klopfte an die Tür der Wache. Im schönsten schwäbisch versuchte er uns mitzuteilen, dass er eine Geldbörse gefunden habe mit etwas mehr als 30€ Inhalt. Er wolle nur Bescheid geben, dass sich der Besitzer bei ihm melden könne. Die Kinder brabbelten permanent dazwischen: Finderlohn, Geldbörse behalten. Wir nahmen die Fundsache erstmal an uns, wenn auch unter ein wenig Protest des Finders.

Einen Tag später klopfte es erneut an unserer Tür und der Herr war wieder da. Ob denn ein Besitzer gefunden wäre. Leider hatte sich noch niemand bei uns gemeldet, auch nicht bei der Polizei. Ach, dann könne er ja die Geldbörse jetzt mitnehmen, die Gier in seinen Augen. Wir verhinderten diese Übereifrigkeit jedoch und behielten die Geldbörse ein. Bis am nächsten Tag dann erneut jemand nach dem Fundstück fragte. Eine Frau behauptete, ihr Sohn hätte diese verloren. Es wären so ca. 30€ drin gewesen. Der Dialekt verriet sie allerdings, sie schwäbelte. Und einige Zeit später hatten wir dann Gewissheit: Es handelte sich um die Frau des Finders, die auf diese Art und Weise versucht hatte, an die Geldbörse zu kommen.

Erneut einen Tag später meldete sich dann eine weitere Besitzerin. Da wir inzwischen nicht mehr wußten, mit welchen Tricks uns der nette Schwabe noch reinlegen wollte, ging es ab zur Polizei wo sich die Dame dann endlich als wahre Besitzerin herausstellte. Sachen gibts!

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kommentiert

Das sind doch alles Zombies.
Das sind doch alles Zombies.
graefin - 8. Aug, 19:37
Wenn man alt wird braucht...
Wenn man alt wird braucht man auch nicht mehr so viel...
Mermer (anonym) - 8. Aug, 16:23
Rentner sowieso.
Rentner sowieso.
graefin - 8. Aug, 11:40
Touris sind eben früh...
Touris sind eben früh unterwegs.
theswiss - 8. Aug, 10:41
Nicht? Kann ich beides...
Nicht? Kann ich beides nur empfehlen, ist nämlich...
Mermer (anonym) - 7. Aug, 11:10

...da war noch was

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