Lerngeschichten
Daumendrücker und telepathische Genies aufgepasst:
Ich habe es geschafft! Von nun an habe ich einen akademischen Titel (ich darf mich Magistra Artium schimpfen). Ich habe die Universität nach 6 Jahren Studium erfolgreich abgeschlossen und nun wartet die böse fiese Welt auf mich.
Vor mir liegen am heutigen Abend noch zwei Themengebiete, die noch nicht in handliche Karteikartengröße gebracht worden sind. Noch zwei verdammte Themen mit jeweils fünf überaus sinnigen Thesen. Morgen darf ich mir das ganze dann wieder und wieder durchlesen, bis es mir zu noch weiter zum Hals raushängt, als es das ohnehin schon tut. Eigentlich muss ich morgen einkaufen, Wäsche waschen, zur Post. Das kann ich mir getrost schenken. Ich bin jetzt schon ein nervliches Wrack. Es graut mir einfach vor diesem zweistündigen Redemarathon am Donnerstag vormittag. Ich fürchte mich vor Fragen, die mich unverhofft trefen und auf die ich nur bedingt eine Antwort weiß. Und am schlimmsten wird das Warten auf das Ergebnis, das draußen vor dem Büro sitzen und warten, bis man wieder reingerufen wird.
Ich klammere mich tapfer an meinem Strohhalm fest, dass am Donnerstag um vielleicht 14 Uhr alles vorbei ist. Dann werde ich hoffentlich feiern, mit wem auch immer, wegfahren, wohin auch immer und machen was ich will. Endlich wieder lesen, was ich will, den ganzen Tag fernsehgucken, wegfahren, einkaufen.
Aber bis dahin Augen AUF, Musik auf die Ohren und durch.
Nunu gehts noch viel viel schlechter als mir.
14 Tage, 14 Tage in denen ich jetzt Zeit habe den ganzen Kram in mein Hirn zu prügeln den ich seit drei Monaten in Buchform verschlungen habe. 14 Tage, die ganz besonders grausam werden, weil ich mich jetzt schon nicht mehr konzentrieren kann und dauernd irgendwelche Möglichkeiten finde, mich abzulenken. Sei es durch sinnlosen Kram im TV gucken, im Netz surfen, per ICQ zu chatten, bis zum Augenkrampf Mahjong spielen oder auch Fanpages zu aktualisieren. Alles ist besser als sich mit den 6 Prüfungsthemen auseinanderzusetzen. Selbst lieb gemeinte "Du schaffst das" und "Ach quatsch, du weißt das" Sätze gehen ins eine Ohr rein und aus dem anderen wieder raus. Ich will einfach fertig werden, eine gute Note haben, nicht völlig versagen, meine zwei schwächsten Themen durchmogeln und danach weg, weg, weg.
Und Daumen drücken für Nunu am 31.! (ich bin dann am 8.2. dran)
Ich mache mir jetzt einen großen Kakao, setze meine großen Kopfhörer auf und werde mich nicht mehr vom Sofa erheben bis alle 1025 1102 Songs auf dem ipod durch sind. So.
Ich spring gleich aus dem Fenster! Ehrlich!
Irgendwie haben der Tag und ich uns heute mißverstanden. Erst stelle ich fest, dass ich gestern einen Termin an der Uni wahrnehmen wollte, der vielleicht wichtig war für meine berufliche Zukunft, dann kann ich das bereits unterschriebene Formular zur Anmeldung der mündlichen Prüfung nicht finden. Photocase behauptet, ich hätte keine Berechtigung, die Seite zu betrachten (gesperrte IP *blabla*), obwohl ich da grad drauf war und meine Schokolade ist alle *mampf*.
Sch***tag. Ich will eine gute Fee haben!
- Jureit: Generationenforschung
- Weber: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus
- Heins: Max Weber
- Künzli: Der neue Generationenvertrag
- Ay: Das Faszinosum Max Weber
- Egger: Herrschaft, Staat und Massendemokratie
- Hughes: Unterstanding Classical Sociology
- MacRae: Max Weber
- Welsh: From Copyright to Copperfield
- Vlock: Dickens, Novel Reading, and the Victorian Popular Theatre
- Thurley: The Dickens Myth
- Collins: Dickens
- Newsom: Charles Dickens Revisited
- Glancy: A Student Companion to Charles Dickens
- Williams: The later Tudors
- Holmes: Elizabethan London
- Sautter: Geschichte der Vereinigten Staaten
- Grushkin: The Art of Rock
Hübscher kleiner Stapel und noch lang nicht alles.
Endlich weiß ich das Ergebnis meiner Magisterarbeit!
Es ist eine 2,35 (wird hoffentlich nicht abgerundet) und ich freue mich darüber. Die Gutachten sagten genau das, was ich auch schon selbst an meiner Arbeit bemängelt habe. Also ist mein Selbsteinschätzungsmodus doch nicht ganz kaputt. Einzig der Hinweis darauf, dass in dem einen Exemplar die Bibliography fehlen würde hat mich wirklich stutzig gemacht. Da war alles drin! Ganz sicher, ich habs doch 10x kontrolliert. Ach ja, und ist es positiv, wenn ich gesagt bekomme mein Schreibstil sei schnörkellos?
Ja! Ich bin noch am Leben! Zwar befinde ich mich momentan irgendwie in einem Paralleluniversum in dem es nur darum geht, 6 unterschiedliche Themen für die mündlichen Prüfungen unter einen Hut zu bekommen, aber ansonsten geht es mir gut.
Desweiteren bin ich schwer beschäftigt
hiermit, denn so Besuche gehen schon richtig an die Substanz. Hinfahren, warten, quatschen, T. erstaunt dabei zusehen, wie sie mutig die Initiative ergreift und alle wichtigen Fragen stellt (*lob*). Ich sag ja, ansonsten geht es mir gut.
Außerdem stand noch eine Taufe an. Nun darf ich mich Patentante meiner Großcousine nennen. Und ich denke, sie hat sich, obwohl erst 10 Monate alt, auch sehr darüber gefreut. Es geht mir gut.
Literaturverzeichnis, eine niedliche kleine Zusammenfassung in Deutsch, die ich mir mal eben so aus dem Ärmel leiere, ein bißchen layouten, drucken und dann geht es morgen ab zum Copyshop!
Dann hört auch endlich das Gejammere auf. Bis zu den mündlichen dauert es noch eine Weile :-).
Ich werde ausschlafen, ich gehe shoppen, ich werde wieder ein gutes Buch lesen, ich werde endlich die ganzen GSR Folgen, die ich noch auf Platte habe, auf DVD brennen, ich werde fernsehen, ich werde mal alle angefangenen Filme vollknipsen, ich räume mein Zimmer auf, ich putze die Wohnung...
...ich freue mich schon auf die Korrekturen und die ganze Arbeit die dann noch auf mich wartet.