Reiseerlebnisse

Mittwoch, 14. Mai 2008

Retter!

Wir steigen aus der U3 aus. Meine Schwester richtet ihre Sonnenbrille, die sie lässig auf die Stirn geschoben hat. Plötzlich greift sie panisch hinter sich. Etwas fliegt durch die Luft und verschwindet im Spalt zwischen Bahnsteig und U-Bahn Waggon. Die eben noch auf der Stirn sitzende Sonnenbrille liegt im Gleisbett. Toll. Da ist kein rankommen mehr. Geknickt verlässt sie mit mir die Haltestelle, um bei Hasi und Mausi eine neue Brille zu kaufen vom schmalen Urlaubsgeld. Um 13:28h fährt sie mit dem Zug weiter nach Kopenhagen. Mitsamt neuer Sonnenbrille und einer tragischen Geschichte zum Verlust der alten.

Ich mache mich auf den Heimweg. Steige erneut in den U-Bahn Schacht und sehe auf dem gegenüberliegenden Gleis Hochbahn Mitarbeiter. Das könnte die Rettung sein. Ich wechsel auf die andere Seite und schildere das eben Erlebte. Wir suchen gemeinsam nach der Brille, finden sie unversehrt am Rand liegen. Einer der Mitarbeiter springt trotz hektischer "Bist du wahnsinnig!" Rufe auf die Gleise, holt die Brille hoch und ich rufe meine Schwester an, die ihr Glück gar nicht fassen kann.

Samstag, 1. März 2008

Emma

Ein Orkan fegte über das Land hinweg und verschonte dabei natürlich nicht die Bahnstrecke Hannover - Hamburg.

Um 18:15 Uhr rief ich bei der kostenlosen "Katastrophenauskunft" der Bahn an und fragte nach, ob Streckensperrungen bestehen würden. Nur für den Fall! Ich wollte gerüstet sein für die Rückfahrt. Die Dame am anderen Ende verneinte und fand auch keine Verspätungen meiner Züge. Erleichtert machte ich mich also 30 Minuten später auf den Weg. Mit dem Ziel, Hamburg gegen 22 Uhr zu erreichen.

Angekommen am Bahnhof wehte die Durchsage zu mir rüber, dass sich die S1 um wenige Minuten verspäten würde. Ich wagte es trotzdem zu warten. Mein Notfallplan sah eine Fahrt über Bremen vor und dieser Zug fuhr 20 Minuten als sie S-Bahn. Nur für den Fall! Die S1 fuhr schließlich mit nur einer Minute Verspätung in Richtung Hannover los. Glück gehabt! Auch in Hannover klappte alles reibungslos. Raus aus der S-Bahn, rein in den Metronom.

Wir fuhren durch das stockfinstere Niedersachsen in Richtung Uelzen. Ließen, standardmäßig, einen Schnellzug vorbei und kamen pünktlich in Uelzen an. In 20 Minuten sollte es weitergehen. Sollte.
Um 21 Uhr sprach die Zugbegleiterin zu uns. Die Strecke Bad Bevensen - Bienenbüttel wäre gesperrt. Unsere Weiterfahrt würde sich um einige Minuten verzögern. Dankbar, dass ich nicht mehr umsteigen musster, wartete ich also ab. Zehn Minuten später eine weitere Durchsage, diesmal vom Zugführer. Ein Baum läge auf dem Streckenabschnitt und deshalb müssten wir auf unbestimmte Zeit in Uelzen warten. Meine Motivation sank. Sie sank mit jeder Minute. Schließlich fuhr um 21:45 Uhr endlich der ICE vom Nachbargleis. Fünf Minuten später dann auch der Metronom. 50 Minuten Verspätung! Und ich hatte mein Buch schon durchgelesen!

Hamburg erreichte ich dann eben mit fast einer Stunde Verspätung, müde, genervt und mit der "Wir bitten um ihr Verständnis" Durchsage in meinen Ohren, die ich einfach nicht mehr hören kann. Die Bahn konnte heute nichts für die Verspätung, aber einen anderen Spruch könnten sie sich wirklich mal überlegen. Tja, ein guter Reiseplan kann manchmal schneller als einem lieb ist völlig für die Tonne sein. Danke Emma!

Montag, 7. Januar 2008

Sonntag

Ich befinde mich zur Zeit in einem Land wo der Weg zur nächsten Bushaltestelle zehn Minuten beträgt. Und das bei meinem Schritttempo! Immerhin sind mir an diesem Sonntagmorgen um halb acht schon zwei Autos und zwei Menschen begegnet. In diesem Land lebt also noch jemand. Bei soviel Ruhe erschreckt jedoch ein einsam daherkommender Bus dann umso mehr. In meiner aufgeschreckten Müdigkeit tapse ich hinein, mein Schirm allerdings nicht. Der folgt erst eine Minute später und fährt dann mit mir zusammen zum Ausgang dieses Landes: Der nächsten S-Bahn Station, die mich zurück in die Zivilisation bringen wird.

Sonntag, 23. Dezember 2007

Wieder mal Bahn gefahren

"Aufgrund von betriebsfremden Personen auf den Gleisen ist der S-Bahnverkehr zwischen Altona und Holstenstraße, bzw. bis Hauptbahnhof auf unbestimmte Zeit eingestellt."

Durchsage gestern Abend auf dem Bahnsteig. Raus aus der einen S-Bahn, die seit 5 Minuten im Gleis steht, warten auf die nächste Bahn, die eine andere Strecke fährt, zumindest nicht über Holstenstraße.

"Aufgrund von betriebsfremden Personen auf den Gleisen ist der S-Bahnverkehr zwischen Altona und Hauptbahnhof auf unbestimmte Zeit eingestellt."

Na das hätte den netten Mitarbeitern der S-Bahn Hamburg auch vor 10 min. schon einfallen können, dass jetzt gar keine Bahn mehr fährt.
Rein in den Bus, im "Eil"tempo zum Hauptbahnhof und Endspurt zum Zug. Ich hasse betriebsfremde Personen auf den Gleisen.

Freitag, 30. November 2007

ADW

Meine Mitfahrgelegenheit startet heute von Ochsenzoll.
Das erste Mal seit langem werde ich wieder U1 fahren. Das allererste Mal überhaupt verlasse ich das Gebiet meines Stadtplans. Ich fahre also zum ADW in Richtung Norden, nur um kurz darauf wieder in Richtung Süden zu fahren, wo ich gerade herkomme. Verwirrend, unnötige Wege.
Was tut man nicht alles, um günstig von A nach B zu kommen? Einen Vorteil hat das ganze: Ich erspare mir bei der Reise heute Abend Hannover, denn ich werde fast vor der Haustür abgesetzt. Das ist doch auch mal was Schönes.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

HVV Razzia

In Hamburg darf man die U-Bahnsteige nicht eher betreten, bevor man eine "Bahnsteigkarte" oder eine Fahrkarte gelöst hat. Sicher eine praktische Sache, um ungebetene Personen vom Bahnsteig fernzuhalten. Vor allem im Winter. Doch wer diese Regel nicht kennt, oder übersieht und dann nichts ahnend auf dem Bahnsteig steht und nach einem Fahrkartenautomat sucht kann in eine fiese Falle geraten: Die HVV Razzia.
Dabei handelt es sich eigentlich um eine normale Fahrkartenkontrolle. Nur findet die nicht, wie gewohnt, in den Waggons der U-Bahn statt, sondern direkt vor der Bahnsteiggrenze. Eine Kette Kontrolleure riegelt alle Ausgänge ab und greift sich jeden Fahrgast, der aus Richtung U-Bahnsteig kommt. Keiner kann dem Spektakel entkommen. Und wer dummerweise, nichtsahnend, weil vielleicht Tourist, aus Richtung Bahnsteig kommt, weil er oder sie dort einen Fahrkartenautomat gesucht hat, der hat dann eben Pech gehabt.

Donnerstag, 6. September 2007

Fahrradcontent III

Der Weg zur Arbeit gestaltete sich heute schwierig und vor allem war er sehr teuer.
An den Landungsbrücken gab mein Hinterrad einfach auf und weigerte sich, die Luft im Schlauch zu behalten. Stattdessen der zweite Plattfuß innerhalb einer Woche. Der vordere Schlauch war ja schon letzten Donnerstag dran. Nun also hinten. Verärgert schob ich das Fahrrad bis zur S/U-Bahn Station, schleppte es die Treppe hoch, kaufte eine überteuerte Tageskarte für 6€, schleppt das Rad die Treppe runter und stieg in die S1. Am Hauptbahnhof angekommen weigerte sich der Busfahrer mich mitzunehmen, da der Bus zu voll war. Netter Mensch. Also schob ich mürrisch das Rad bis zur Arbeit und kam dort mit 20 Minuten Verspätung an.
Der Fahrradladen um die Ecke wechselte den Schlauch dann in der Mittagspause aus für 20,50€.
Dabei wollte ich doch das Geld für eine Monatskarte SPAREN!

Donnerstag, 30. August 2007

Hamburg = Anti Radfahrer

Ich hab ein deja-vu. Habe ich nicht erst vor ein paar Tagen etwas zum Thema Radfahren in Hamburg geschrieben? Hab ich? Hab ich doch!?
Na jedenfalls bin ich heute mal wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Der Hinweg war auch mühelos und schnell geschafft. Schließlich regnete es zwischen halb acht und acht noch nicht in Hamburg. Aber leider gegen fünf. Wenn auch nicht so stark. Entschlossen machte ich mich also auf den Heimweg, Nieselregen hin oder her. Nur die Harten komm' in Garten heißt es doch so schön.
Ich radelte so vor mich hin, war für mich selbst eine Gefahr, da ich durch verregnete Brillengläser so gut wie gar nichts mehr sehen kann, aber das tut nichts zur Sache. Spontan entschloss ich mich den "Berg" zu umgehen und die Große Elbstraße entlangzufahren. Die Aussicht ist ohnehin besser. Als ich gerade abstieg, um einen Anstieg zu bewältigen - ich plante, das Rad zum Altonaer Balkon hochzuschieben - hörte ich ein fieses Zischen. Ich beugte mich über mein Vorderrad und horchte. Ein Platten?! Jetzt? Panisch drehte ich die Ventilkappe ab, doch das Ventil war dicht und die Luft entwich an einer anderen Stelle in wenigen Sekunden aus dem Reifen.
Von da ab schob ich das Fahrrad also bis zum nächsten Radladen in der Max-Brauer-Allee. Schnell wurde es repariert und ich entdeckte im Laden, dass mein Licht ebenfalls nicht mehr funktionierte. Was für ein Tag! Mein armes Rad.

PS: Und wer meinte heute noch "Wissen sie wie man einen Reifen flickt?"

Montag, 27. August 2007

Kamikaze

In Hamburg sollte man nicht Fahrrad fahren. So ein Beitrag neulich im Hamburger Journal auf dem NDR. Die Radwege seien nicht gut ausgebaut und auf der Straße ist der Radfahrer an sich nun mal nicht sicher aufgehoben.
Auch nicht ich, die Kamikaze-Radlerin, die sich auch mal wild den Weg freiklingelt und sich durch die Fußgängerzone mit Radfahrerlaubnis schlängelt. Absteigen kann ja jeder.
Heute komme ich von der Arbeit zurück und muss auf der Hauptstraße fahren, weil der Gehweg zu schmal ist, zu viele Fußgänger darauf herumlaufen und ein Radweg auch nicht eingezeichnet ist. Plötzlich geht vor mir eine Autotür langsam auf. Ich drehe mich um, schaue, ob ich, wenn ich ausweiche mit einem herannahendem Auto zusammenstoße - was nicht der Fall ist, und weiche ein wenig aus. In dem Moment wird die Tür aufgerissen und ich touchiere mit einem Teil meines Lenkers und meines ollen Fahrradkorbes die Tür des silberfarbenes Autos. Es hat ziemlich gewummst. Doch ich konnte bremsen, anhalten.
Eine Frau steigt panisch aus dem Wagen und fragt, ob alles okay ist. Mir geht es gut, mein Lenker ist noch grade und der Fahrradkorb ein wenig verbogen. Ich frage nur, wie es der Tür geht. Aber die ist der Frau egal (hätt ja auch anders kommen können). Sie ist völlig aufgelöst. Entschuldigt sich mehrere Male und nachdem ich ihr versichert habe, dass es mir gut geht, darf ich auch weiterfahren.
Nochmal Glück gehabt!

Montag, 23. Juli 2007

Von Mitfahrern und Fahrern

Um Geld zu sparen (und um der Bahn nicht dauernd Geld in den weit geöffneten Rachen zu werfen) habe ich am letzten Wochenende das erste Mal von einer der zahlreichen Mitfahrzentralen Gebrauch gemacht.

Die Hinfahrt gestaltete sich als etwas verzwackt. Fahrer Nummer Eins war mir, kurz nachdem ich mir den Platz im Auto reserviert hatte, doch ein wenig suspekt. Tiefergelegtes Auto und so. Ich wollte ja heile ankommen. Also war ich drauf und dran abzusagen. Der Fall erledigte sich allerdings von selbst als dieser Fahrer selbst ausstieg - Auto kaputt. Kurzfristig beschloss ich mich dazu, doch mit der Bahn zu reisen. Diesen Plan legte ich dann, wieder sehr spontan, auf Eis und rief Fahrer Nummer Zwei an. Der mich dann auch heile nach Hannover brachte. Auch wenn das Auto keinen TÜV mehr hatte. Die Gründe für die fehlende TÜV Plakette sag ich besser mal nicht.

Fahrer Nummer Drei nahm mich dann am Sonntag von Hannover wieder zurück nach Hamburg. Hatte ich mich auf der Fahrt am Freitag noch wunderbar mit dem Fahrer unterhalten können, stellte sich bei Fahrer Drei binnen kurzer Zeit heraus, dass er einen sehr seltsamen Humor besaß. Er verstand grundsätzlich meine Antworten nicht, ich kapierte seine Witze nicht, da ich immer auf eine Pointe wartete, die aber nie kam. Vielleicht sind Elektriker einfach nicht lustig. Außerdem wurde alle 2 sec. der Radiosender gewechselt. Das Beste an der Fahrt war, dass wir durch den Freihafen in die Stadt hinein fuhren, und dass ich ebenfalls gesund und munter wieder ankam.

PS: Eben kam eine SMS von Fahrer Drei ob ich Abends mal Zeit hätte...Freak, nein.
PPS:

Kundenanzahl

kostenloser Counter


Virtuelle Heimat
Komm doch auch nach Hildenbüttel. Unsere kleine Stadt, die eine bessere Infrastruktur braucht und wo die Menschen gerne den ÖPNV nutzen!

Stimmungsbarometer The current mood of graefin at www.imood.com

Einkaufsradio

kommentiert

Am Hauptbahnhof haben...
Am Hauptbahnhof haben die extra so eine Zange, mit...
sibsch - 15. Mai, 08:13
Meiner Mutter ist mal...
Meiner Mutter ist mal der Schuh beim Einsteigen in...
Sönke (anonym) - 14. Mai, 22:22
Lieblingsstofftier ist...
Lieblingsstofftier ist auch VIIIIEL wichtiger als ne...
graefin - 14. Mai, 20:30
Als ich noch klein war...
Als ich noch klein war (also, so richtig klein... da...
Mermer (anonym) - 14. Mai, 20:17
Klar, wohl noch nie Disney's...
Klar, wohl noch nie Disney's Dornröschen gesehen,...
Mermer (anonym) - 14. Mai, 20:13

...da war noch was

Sie wünschen?

Du bist nicht angemeldet.

Alltaegliches
Begegnungen
Bildhaft
Fan von...
Frischer Fisch
Fundsachen
Kaufrausch
Kryptisch
Lerngeschichten
Leseratte
Merke...
Musikalisches
News
Nordlicht
Reiseerlebnisse
Schau-Erlebnisse
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren